10.10.2018

Das AVANT ART FESTIVAL 2018 ist gelungen ...

und es ist an der Zeit, 
DANKE! 
zu sagen.

Auch in diesem Jahr war das AVANT ART FESTIVAL ein gelungenes Theaterfest für die freie Theaterszene und die Öffentlichkeit. Diesen Erfolg verdankt es der Mitwirkung vieler Köpfe und Hände, die sichtbar - doch oft auch unsichtbar - das Gelingen ermöglichen. Wie viele auch in diesem Jahr hierbei mitwirkten, erstaunt auch uns immer wieder. Dies ist der Versuch, diese Partner und Mitwirkenden zumindest einmal namentlich zu benennen. 
 
Quelle: pixabay.com

Unser Dank gilt den Förderern und Unterstützern des Festivals: Der Thüringer Staatskanzlei, der Stadt Gotha, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und den zahlreichen Sachspendern für dieses Thüringer Theaterfest.

Wir danken für die Mitorganisation und gemeinsame Durchführung dem art der stadt e.V. in Gotha, dem Bundesverband Freie Darstellende Künste sowie der Stadt Gotha.

Wir danken allen teilnehmenden Ensembles vom theater der stadt Gotha, studio 44 Nordhausen, Tanztheater Erfurt, stellwerk Weimar, Greizer Theaterherbst, Junge Bühne Hildburghausen und unserem Gastspiel mit Andreas Mihan.

Wir danken der Festival- und Organisationleitung in den Händen von Franziska Schnauß und Mathias Baier sowie den vielen Händen in der Realisierung:  
Daniela Rockstuhl, Julia Heinrich, Imke Bachmann, Kassandra von den Steinen, Annegret Bauer, Kathrin Schremb, Kerstin Liebold, Ulrike Fettien, Susan Bischoff, Katia Münstermann, Karolin Schulz, Julia Ritter, Marie-Christin Gerwinna, Petra Werner, Marc Schwarze, Christoph Höfferl, Olaf Rost, Ingo Fritzsche, Jeremias Dittmeyer, Constantin von Thun, Vinzenz Damm, Titus Offhaus, Frank Grünert, Eckhard Mittelstädt

Wir danken unserer Moderatorin Katharina Vötter

Wir danken dem Regieteam und der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft: Dr. Bernd Seydel, Pauline Müller, Josephine Hock, Vincent Kresse, Wilhelm Werner Wittig, Klaus Merbach, Anton Fuchs, 

Wir danken dem technischen Team des Kulturhauses Gotha und des art der stadt e.V.:  Martin Werner, Christian Scheibe, Mario Jungklaus, Thomas Komma, Toni Lubinski, Lucas Rademacher, Oliver Friedmann, Mirko Sennewald, Marius Temel.

Wir danken unserer Fachjury: Anne Schneider, Christin Bahnert, Carsten Weber, Dominik Eichhorn und Dr. Michael Grisko

Und wir danken ebenso jenen, die wir dennoch in dieser Aufzählung vergaßen ...

 

08.10.2018

Das ungeduldige Manifest


beziehungsweise das, was rausgekommen ist.




Schauspielerinnen und Schauspieler zogen durch Gotha und praktizierten "laute Post". Ein Manifest wurde verlesen und weitergesagt. Am Ende war es verwandelt, ergänzt, gekürzt - lebendig. Mehr Fotos dazu in unserem Facebookalbum


- Mehr Aufmerksamkeit für Theater, mehr Förderung, kooperative Projekte, Gemeinschaft & übergreifende Projekte (auch an Schulen).
- Kunst muss auf jede hässliche Fassade.
- Wir müssen anders denken können / sollten versuchen, uns in verschiedene Rollen zu versetzen & uns & andere nicht nur aus einem Blickpunkt zu betrachten #theatermachtsmöglich
- Kunst findet ihre Berechtigung in Wissenschaft, Unwissenheit, Not, Schönheit & in ihrer Betrachtung in der ganzen Welt.
- In der Realität findet alles seine eigene Betrachtung.
- Des weiteren findet Kunst seinen Wert im Stolpern & Unbetrachteten.
- Unser Theater und wir sind groß.
& WUNDERVOLL
- Der Ausgangspunkt unseres Theaters ist unsere Situation.
- Theater ist für ALLE, auch für alle Unbegeisterten!
- Theater befolgt ALLE Regeln.
- Theater und Kunst wirken für alle zögerlichen.

2. 
Für alle, die Passion haben. 
Für alle, die sich gerne & nicht gerne die Zähne ausbeißen. 
Für die Gesprächsbedürftigen. 
Für alle Suchenden. 
Für alle, die es langweilig finden & auch nicht, oder einfach nur sagen, sie fänden es langweilig.
Wir betonen, dass es nie um Betonung geht. 
Artikulation ist nicht nur im Theater wichtig. 
Wir betonen, dass …
... Theater für jeden sein kann. 
... dass alles gut sein kann, wenn es clever gemacht ist (& grundgesetzkonform).
... Dass wir, obwohl wir Geld vom Staat bekommen, kein Staatstheater machen.
... freie Meinungsbildung erwünscht ist. 
... Theater ist ein Ort, an dem alles möglich ist, solange man dahintersteht. 
... dass Theater konstruktiv ist.
Denn Qualität steht über Quantität.


- Wir wollen allen einen Zugang zum Theater geben, einen Zugang schaffen.
- Von allen fordern wir diese Haltung,
- Wenn nicht, fordern wir einen Schokokuchen, eine Zigarette für die, die über 18 sind, & noch mehr Schokolade & Kaffee.
& Erklärung, soweit man sich dazu äußern will.
- VOM TAT fordern wir eine geschlechtergerechte Sprache & mehr Toleranz & Transparenz
& weniger Berührungsängste.
- Das wünschen wir uns auch von allen anderen.
- Theater soll Wirkung zeigen, aber an den richtigen Stellen.
- Wir wollen, dass alle zuschauen und mitmachen können.
- wir wollen ein bedingungsloses Grundeinkommen, um das umzusetzen (aber trotzdem soziale Sicherungssysteme, weil wäre sonst Scheiße).
- Wir engagieren uns gegen die Klimaerwärmung.
- Wir wünschen uns Reaktionen aller Art und nehmen diese gern auf.
- Von Kommunen mehr Unterstützung & Verständnis.
- Wir fordern von den Kommunen, …
- dass wir keine Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommen. 
- Wir wollen unsere Neugier mit allen fühlen.
- Anerkennung theaterpädagogischer Arbeit J
- Achtung voreinander.
- Wir brauchen Orte, um Theater zu machen. 

4. 
Theater soll überall stattfinden können. 
Wir sollten alle Arbeiten & Werke anerkennen, uns aber auch von ihnen distanzieren können, ohne dafür verurteilt zu werden. 
- Umgang mit Kritik & Achtung dieser als Vorteil
Ohne große Spinnereien fangen wir gar nicht erst an, irgendwie spinnen wir alle ein bisschen.
Wir widersetzen uns Zuschreibungen und Theater als marktwirtschaftliches Produkt. 
Wir distanzieren uns von Vorurteilen.
Wir geben uns auf, vergessen uns aber nicht & schauen, was das mit uns macht.
Wir distanzieren uns vom unreflektierten Umgang mit Privilegien. 
Wir sprechen von uns.
Wir wünschen uns einen respektvollen Umgang miteinander.
Jeder sollte zu seiner Meinung stehen dürfen, aber auch andere Meinungen tolerieren.
Wir beziehen Position durch unsere Arbeit. 
Wir üben Kritik, wenn es uns als wichtig erscheint. 
Wir sind nicht verantwortlich …
... für Interpretationen (jeder interpretiert selbstständig & kann dennoch den Austausch anstreben – erwünscht)
... dafür, dass ihr uns zuhört, hören tut ihr uns trotzdem. 
... dass ihr uns seht, sehen werdet ihr uns trotzdem. 
-> wir bleiben offensichtlich.

Wir sind nicht verantwortlich für das Wetter, nur teilweise. 
Wir schweigen über alles, wo man am besten zu tanzt. 
Tanzen ist erwünscht. 

Dies ist unser letztes Wort. 
Na dann, Leute. Tanzen! Spielen! Austauschen! 
In allen Formen kommunizieren!
Offen bleiben, aber aufpassen dass ihr euch keinen Zug wegholt, das gibt sonst Schnupfen!

Liebe Grüße und passt auf euch auf

Schönheit ist nicht alles – es ist das einzige!



Die Abschlussinszenierung des Avant Art Festivals kommt vom Stellwerk Weimar: Mit „Alice im Runwayland“ präsentieren sie ein altes Thema im performativen Gewand. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen konventionell und innovativ.

Ein Kommentar von Anton Fuchs

Es gibt keine Bühne – oder na ja: es gibt eine Raumbühne. Als einzige Gruppe traut sich das Stellwerk, auf konventionellen Bühnenaufbau zu verzichten. Auf der Hinterbühne des Kulturhauses sind zwei große Spiegelwände und ein Laufsteg aus Gras aufgebaut. Die Zuschauer sitzen dazwischen. Dies führt unweigerlich zur seltsamen Situation, dass man zu keinem Moment ein Gesamtbild der Situation bekommt. An sich ein spannendes Mittel, nur die zweite Reihe musste mit erheblichen Sichteinschränkungen leben. Die Spielenden zwischen 13 und 19 Jahren agieren die ganze Zeit. Permanent passieren Dinge, und man fragt sich: Entgeht mir gerade möglicherweise der Schlüssel, um das Ganze zu verstehen? Aber damit muss man klarkommen. Denn auch die Bilder, die man sieht, haben ihren Reiz: ausgefeilte Gruppenchoreographien, spannend beleuchtete Bilder und angedeutete Schmerzperformance. Dabei vermischt die Gruppe inhaltlich die Geschichte von „Alice im Wunderland“ mit der TV-Show "Germanys next Topmodel". Die Mischung funktioniert. Die Gleichsetzung des unlogischen Wunderlands mit dem verrückten System der Modeindustrie erschließt sich direkt. So direkt, dass man sich wundert, dass dieses eine Thema einen ganzen Abend tragen kann.

„Ich habe kein richtiges Talent, aber ich bin hübsch“

Als Alice ins Wunderland kommt, wird schnell klar, dass ihre Motivation aus einer Unsicherheit mit dem eigenen Körper entspringt. Sie sucht Bestätigung. Diese bekommt sie aber nur für bedingungslosen Gehorsam gegenüber einem verrückten System. Jeder scheint es gut mit ihr zu meinen, doch schlussendlich treiben sie alle immer weiter in den Wahnsinn. Der Dr. Hutmacher verordnet Schönheitsoperationen, die Königin hört Punk und den Hasen gibt es gleich zweima. Die Grinsekatze scheint mit ihren Ratschlägen einer besten Freundin nur helfen zu wollen und füttert Alice doch bloß mit Watte. Lediglich die auf einer Mauer in der Mitte sitzende Haselmaus erscheint hin und wieder als eine Stimme der Vernunft. Wer sich als Zuschauer dabei an der Geschichte des Wunderlands entlanghangeln will, kommt schnell an seine Grenzen: Viele Figuren sind nur angedeutet oder vermischen sich mit anderen. Das ist manchmal eher verwirrend als hilfreich. Alles geschieht dabei in einem lakonischen Vortragsmodus, der dem Ganzen den Anschein der Normalität gibt. Meistens zumindest.

Zeitgleich will das Stück gar keine Handlung präsentieren, sondern Performance sein. Das klappt weite Teile des Stückes sehr gut. Immer wieder kämpfen diese beiden Elemente aber auch gegeneinander an. Die Performance wirkt zu einstudiert, um spontan zu sein. Die Bilder sind eigentlich zu schön, um Text zu brauchen, aber haben ihn trotzdem. Die jungen Spielenden kämpfen sich jedoch bewundernswert durch den Abend. Man wundert sich von Zeit zu Zeit, wie sie eigentlich all dies verstanden haben können, was dort auf der Bühne passiert.

Dazu gibt es eine Fülle an popkulturellen Anspielungen, deren Anwesenheit bei diesem Thema durchaus Sinn ergibt, aber doch nicht immer verständlich sind. Vielleicht entsteht so der Eindruck, dass das Stück ein größeres Ziel hatte, es aber nicht preisgab. Doch im Rausch der Bilder konnte man dieses höhere Ziel getrost links liegen lassen – genau wie Alice ihre Moralvorstellungen.

07.10.2018

Unsichtbare Verwandlungen



Die "Verwandlung" nach Franz Kafka des Greizer Theaterherbstes beschäftigte sich vor allem mit der Familie um Gregor Samsa. Die Bilder der nicht-gezeigten Kakerlake findet ihr in unserem Facebookalbum

Ein besonders spaßiges Spiel



Wer kennt es nicht - das Streben, einmal "ganz gut" auszusehen?
Das Stellwerk Weimar hat sich mit dieser Frage besonders intensiv auseinander gesetzt. Einen ausführlichen Kommentar gibt es ab morgen. Erst Eindrücke könnt ihr aber schon jetzt  in unserem Facebook Fotoalbum betrachten.

06.10.2018

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Der Thüringer Theaterverband hat die Preisträger des Avant Art Festivals 2018 bekanntgegeben.
Wir gratulieren allen nominierten für die hervorragende Produktionen, tolle Aufführungen und ihr engagiertes Arbeiten!
Macht weiter, euer Beitrag zählt, egal welche Widrigkeiten sich euch in den Weg stellen mögen.

Hier findet ihr alle Gewinner im Überblick:

Preis der Jury & den Publikumspreis: art der stadt e.V.
mit "ANTRAG ABGELEHNT- Die Würde des Menschen ist unfassbar"

Der Preis wurde nach drei Kriterien vergeben: künstlerische Qualität, innovatives Konzept, sowie gesellschaftliches Engagement. Der art der stadt e.V. überzeugte in allen Kriterien.

Herzlichen Glückwunsch nicht nur zu den Preisen, sondern auch zu einer preiswürdigen Produktion.

Die Kreativpreise der "geheimen dramaturgischen Gesellschaft":  

In der Kategorie "beste Fitness":
Greizer Theaterherbst für die Produktion "Verwandlung"

In der Kategorie "beste Tierdarstellung durch Menschen":
Studio 44 Nordhausen für die Produktion: "Hundegrenze"

In der Kategorie "klarste Farben":
art der stadt e.V.  für die Produktion "ANTRAG ABGELEHNT- Die Würde des Menschen ist unfassbar"

 In der Kategorie "alle 30 Themen unserer Zeit mit drin":
Tanztheater Erfurt für die Produktion: "Konsequenzen"

In der Kategorie "Schimpfwortfülle":
Stellwerk Weimar für die Produktion "Alice in Runwayland"

Wir wünschen allen Preisträgern ToiToiToi für alle kommenden Arbeiten!


Das ungeduldige Manifest



Sie liefen durch Gotha und verkündeten ein Manifest. Sie sagten weiter, was sie hörten oder auch nicht hörten, was sie hören wollten oder was gesagt werden musste. Das Ende der Weitersagenkette wird heute Abend verkündet: Das ungeduldige Manifest. 

Die Bilder des Zuges findet ihr in unserem Facebookalbum

Letztendlich bleibt es kompliziert


Bunte Farben und ein gesungenes Grundgesetz – Der art der stadt e.V. aus Gotha präsentiert mit „Antrag abgelehnt! – Die Würde des Menschen ist unfassbar“ eine politische Problemsammlung. Lösungen bleiben den Zuschauern überlassen. Ein Kommentar von Anton Fuchs



Sind sie naturblond, asexuell, Feminist*in oder agnostisch? Mit Fragen wie diesen versuchen die Akteure gleich zu Beginn herauszufinden, wer im Raum den meisten Minderheiten angehört. Klingt lustig, bekommt aber einen bitteren Beigeschmack, wenn die Person mit den wenigsten Punkten den Verlauf des Abends bestimmen darf, weil sie am nächsten an der „deutschen Mehrheit“ ist. Die Entscheidung ist hier zum Glück nur, welcher der drei vorbereiteten Spielstränge (yellow, magenta, cyan) an diesem Abend zur Aufführung kommt. Dass hier kein allgemeingültiges Verfahren zur Konsensbildung präsentiert wird, ist klar, doch die überspitzte Verkürzung politischer Sachverhalte bleibt Methode an diesem Abend. 



In 11 Szenen stellen die fünf Spieler*innen (die sechste war verhindert) ihre Sicht auf die Welt dar. Und diese scheint nicht sehr positiv zu sein: Das Stück ist anklagend und aufzählend, erzählt von Missständen und Problemen, Persönlichem und Allgemeinem, von der Gesellschaft (wer auch immer das ist), von Deutschland und der Welt. Darüber könnte man durchaus depressiv werden, wäre die Anklage nicht so künstlerisch verspielt, voller grotesker Halbsätze, Unverständlichem und Slapstick, was immer dann auftaucht, wenn das Ganze zu belehrend zu werden droht. Dazu kommt ein Spielkonzept, das Unterbrechungen und Stockendes geradezu vorsieht. Die Spielenden können jederzeit Anträge stellen, die dann vom Rest der Akteure nur einstimmig angenommen werden können. Manchmal scheinen diese wirklich spontan eingesetzt zu werden, manchmal dienen sie nur dazu, die Pause einzuläuten. Auch trägt jeder Akteur einen Stapel Papier mit dem Text mit sich. Bei drei möglichen Strängen à zweieinhalb Stunden ist das wahrscheinlich eine gute Idee.




Aber von vorne: Zunächst wird von all dem berichtet, was den Spielenden Angst macht – Europa, Freunde, Kultur, Vergangenheit. Romantisch formuliert wird hier ein pessimistisches Gesellschaftsbild gezeichnet. Wo soll das denn hinführen? Zurück ins Publikum. Zwischen den kurzen Fragen gibt es nämlich immer wieder längere Absätze, die Missstände nicht explizit anklagen, sondern einfach nur kontroverse, unsinnige oder bedenklich konservative Themen so aussprechen, wie man es auch im Alltag immer wieder hören kann. Wenn die fünf Akteure dann demonstrativ ins Publikum gucken, ist die Konnotation klar: „Sowas sagen Leute wirklich! Wir teilen das nicht! – Aber du?“ Dass hierbei eine Neutralität zugrunde liegt, wirkt nur auf den ersten Blick so. Das Stück lässt die Probleme hier nicht offen, sondern bezieht allein durch die Auswahl klar Stellung. Bewusst werden hier grundgesetzwidrige Positionen mit legitimen moralischen Fragestellungen verknüpft. Da muss man als Zuschauer schon dabeibleiben. Wer das Gesagte unkritisch hinnimmt, würde wahrscheinlich auf Abwege geraten. Und genau dies wird dann in der nächsten Szene auch vorgeführt. „Was wäre, wenn ich nicht denke?“ Dieses Gedankenspiel wird so lange weitergesponnen, bis die eigenen Gedanken nicht mehr die eigenen, sondern fremdgesteuerte wären.



Eine Überfülle an Inhalt



So versteht sich der ganze Abend. Es wäre absurd, an dieser Stelle alle inhaltlichen Fragestellungen zu kommentieren, alle Begriffsdefinitionen nochmal kritisch zu hinterfragen und jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Es wird nämlich schnell deutlich, dass das Ensemble eine derart umfassende Vorarbeit geleistet hat, dass selbst in den drei Stunden, die der Abend dauert, längst nicht alles untergebracht werden kann. Das führt auch dazu, dass nach der Vorstellung vor allem ein Kritikpunkt immer wieder zu hören ist: „Na ja, zu lang fand ich es schon.“ Sicherlich gibt es viel Input in diesem Stück, zu viel vielleicht. Aber damit schlägt das Ensemble auch in eben jene Kerbe, die inhaltlich behandelt wird – dass es einfach viel zu viel gibt, was Menschen in der "kulturellen Blase" bewegt.  Da macht es nichts, wenn ein Erklärbärblock über die Begriffsabgrenzung von „Würde“ und „Ehre“ wie eine Vorlesung ausfällt, oder man nicht so recht versteht, warum es in der Szene „du willst verschwinden“ auf einmal über die Unmöglichkeit des Untertauchens in einer digitalen Welt geht, wo doch eben noch ein Antrag auf Verlesung des Grundgesetzes abgelehnt wurde.



Dieses Grundgesetz ist wohl eine der wenigen positiv besetzten Konstanten im Stück. Immer wieder kommen die Akteure darauf zurück. Verfassungspatriotismus wie er im Bilderbuch steht. Und trotzdem ist die Haltung auch hier keine unkritische: Offensiv wird auf Schwächen hingewiesen und werden neue Sätze eingefügt. In einer Szene unterhalten sich die Eltern des Grundgesetzes über den ersten Artikel und stellen fest, dass die Würde doch nur der kleinste gemeinsame Nenner eines größeren Absatzes der Weimarer Verfassung ist. Am Ende wird das Grundgesetz sogar als Schlager gesungen.




Zwischen Wodka und Wasser 

Wie wird die Fülle an Inhalt ästhetisch umgesetzt? Das Spiel ist fast immer angenehm unpathetisch. Die Texte werden so vorgetragen und gestaltet, dass nicht immer klar ist, ob hier eine Rollenfigur festgelegten Text spricht oder die Privatperson eine spontane Meinung vertritt. Optisch bilden gelb, magenta und cyan eine Konstante. Kostüme, Hintergrund, ja selbst die Deckel der Wasserflaschen sind so gestaltet. Auch die Beleuchtung ist hieran angepasst. Hinzu kommen Projektionen, teilweise live gefilmt, in stechendem Gelb.  Der Bühnenaufbau besteht hauptsächlich aus multifunktionalen parlamentarischen Möbeln: Die Tische lassen sich als Kreis zusammenschieben, größere Elemente dienen wahlweise als Bar, an der dem Publikum Wodka und Wasser ausgeschenkt werden oder als Rednerpult für eine fiktive internationale Gemeinschaft. In Summe führte das zu einer hohen technischen Komplexität, die leider nicht immer holperfrei funktionierte. Mal dauert es etwas, bis das Headset läuft, mal fragt man sich, ob der Scheinwerfer absichtlich so steht, wie er steht.


Am Ende wird klar: es bleibt kompliziert. Die Spieler*innen berichten von der Suche nach einem guten und einfachen Schluss und wie sie ihn wieder verworfen haben. Wenn das Pflanzen von Bäumen dann doch etwas pathetisch wirkt, ist das wahrscheinlich einkalkuliert. Einfache Lösungen wirken eben platt. Deshalb werden diese Lösungen auch gar nicht erst angeboten. Sie verbleiben für den nachdenklichen Zuschauer.


Ganz viele Fotos gibt es in unserem Facebook-Album zu Antrag abgelehnt.

WIR sehen alles!


Dem wachen Auge von Pauline, eine von vieren im Redaktionsteam, entgeht nichts.

Habt ihr Wünsche an uns? Dann sprecht mit uns? Seid ihr anderer Meinung, dann schreibt einen Kommentar, sprecht in unsere Kamera oder meldet euch auf unserer Facebookseite. Danke.

Moderatorin mit Charme und Zugriff




Dank an unsere engagierte Moderatorin Kata, die immer einen Gedanken mehr in die Runde wirft. 

Aber natürlich kann sie auch ganz versöhnlich sein. 



Was ist konsequent?



Wir haben Zuschauer befragt, was für sie konsequent ist? Was hättest du geantwortet? Einfach mal zuhören und zuschauen.
Ein Video mit Konsequenz. Einfach hier klicken.

Ein Fotoalbum dazu findet man auch noch auf Facebook.

Der lebendige Hundeblick



(sy) Das Bellen der Hunde wird mir noch lange im Ohr klingen. "Die Hundegrenze" ist ein politisches Puppenstück - oder einfach nur spannendes, lebendiges Theater mit einer großen Portion Erkenntnisgewinn. 
Wer agiert auf der Bühne? Die beiden Schauspieler Christian Georg Fuchs, der auch für die Inszenierung verantwortlich ist, und Ronald Mernitz, beide auch als Hundeführer. Die Hunde sind Puppen: geschnitzte Köpfe aus Holz und ein "ganzer" Hund, der auf raffinierte Weise sehr differenziert geführt werden kann. 
Doch weshalb rückt der Inhalt plötzlich zurück, warum erzähle ich von den Hunden? Vielleicht ist das der inszenatorische Trick, mit dem der Zuschauer in den Bann gezogen wird. 
Wir hören die tragische Geschichte von Hunden, die an der innerdeutschen Grenze ihren würdelosen Dienst verrichten müssen. Sie sollen bewachen, den Grenzübertritt verhindern, abschrecken. Aber in Wahrheit sind es geschundene, ausgebeutete Kreaturen. Das Futter wird ihnen grob vorgeworfen, der Durst ist im Sommer Dauerzustand. Wer nicht funktioniert, wird vom Tierarzt eingeschläfert. Wer freundlich ist, wer verspielt auf die Welt reagiert, wird  aussortiert. Das ängstliche, bissige Tier ist am geeignetsten. 
Ist das eine schlimme Parallele zur Menschenwelt? Vielleicht. Die Inszenierung vermeidet jede symbolische Aufladung. Sie tritt nüchtern auf, will nicht missionieren - und ist dadurch noch intensiver. 

Nachbemerkung: Mögen Sie Hunde? Wissen Sie, wie sich Hunde bewegen? Selbst für den geschulten Hundekennerblick gelang die Illusion durch die beiden Schauspieler. Auf der Tischbühne stand kein gebautes Hundemodell, keine ausgeklügelte Mechanik, sondern ein Lebewesen: Wenn diese Hunde den Kopf schräg legten, ihrem Herrn zuhörten, sich die Leine anlegen ließen, dann hätte ich schwören mögen, dass sie keine Puppen sind. Dieses Doppelgefühl war der Eingang zu meinem Zuschauerinnenleben.  

Mehr Fotos gibt es in unserem Facebook-Album.

Verbände und Verbündete – Diskussionsrunde


Was läuft gut in der freien Szene in Thüringen? Wo drückt der Schuh noch? Und wie kann der Bundesverband freie darstellende Künste e.V. (BFDK) noch besser helfen? Diese und andere Fragen beschäftigten die Teilnehmer*innen der Diskussionsrunde „Verbände und Verbündete“ – hier gibt es die wichtigsten Diskussionspunkte im Überblick.

 – von A.F.

Antragshilfe

Brauchen einzelne Mitglieder Hilfe bei Förderanträgen, GEMA oder der Künstlersozialkasse, hilft der Landesverband. Das scheint schon ganz gut zu klappen, da sind sich eigentlich alle einig. In Einzelberatungen bekommt jeder genau die Infos, die gerade gebraucht werden.


Politische Forderungen

Der BDFK will den Landesverbänden, aber auch einzelnen Mitgliedern helfen, Forderungen gesammelt und mit größtmöglicher Wirksamkeit an die Politik heran zu tragen. Klappt das? Schließlich sind Forderungen wie eine Honorar-Untergrenze ein wichtiges Thema für die Mitglieder. In Rheinland-Pfalz und im Saarland habe die Unterstützung durch den Dachverband bereits gut funktioniert, sagt Anne-Cathrin Lessel, Stellvertretende Vorsitzende des BFDK. Ingo Fritzsche, Geschäftsführer des art der stadt e.V., der früher auch in Jena tätig war, sieht diesen Unterstützungsversuch eher kritisch: „Verbände kommen von außen und sind mit den Strukturen vor Ort deshalb nicht so vertraut. Ich glaube, es braucht mehr Vernetzung auf kommunaler Ebene.“ Ein Arbeitskreis mit diesem Ziel sei in Jena sehr erfolgreich, da dort Kommunalpolitiker und freie Szene zusammen Empfehlungen an die Kulturpolitik der Stadt erarbeiten.


Visionen

Wo sehen die Mitglieder die Verbandsarbeit in fünf bis zehn Jahren? Was sind Träume und Visionen? In Thüringen scheint hier besonders die Planung eines freien Produktionshauses für den Freistaat im Vordergrund zu stehen. Hier sollen durch Proberäume und Förderprogramme freie Produktionen nach Thüringen geholt werden. Auch Festivals, Bildungsangebote oder sogar Residenzen mit Stipendien sind hier in Planung. Und alles bis 2025. Weiteres zum Produktionshaus finden Sie hier: https://issuu.com/tathueringen/docs/theatrium1-2018-02

Kontrovers ist das Verhältnis zu einer künstlerischen Ausbildungsstätte in Thüringen. Bringt das etwas für die Freie Szene? Da sind sich die Beteiligten nicht einig.


Gastspielförderung

Was sich jedoch alle wünschen, ist eine bessere Gastspielförderung. Nur wie diese aussehen soll, ist unklar. Soll es Pauschalen geben, die sich an marktüblichen Preisen orientieren, unabhängig ob Amateur- oder Profiproduktion? Oder müsste hier genauer differenziert werden? Die Förderstrukturen differenzieren hier bisher nicht. Die Tendenz geht sogar im Gegenteil dahin, differenzierte Fördertöpfe zusammenzulegen. Während eine Pauschalförderung als politische Forderung einfacher zu vermitteln ist, sind die Bedürfnisse von professionellen und Amateurgastspielen sehr unterschiedlich. Während die Profis Gagen zahlen müssen, sind Laienspielvereine oftmals gar nicht auf eine Förderung angewiesen. „Ein Großteil der Amateure in Deutschland arbeitet ohne Förderung“, sagt Dominik Eichhorn, Bildungsreferent des Bunds Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT). Hier wäre eine Förderung nur nötig, um Gastspiele überhaupt möglich zu machen – eine ganz andere Ausgangslage als in der professionellen freien Szene.


Kurz und knapp:

Insgesamt zeigen sich die Beteiligten positiv über die Strukturen in Thüringens freier Szene. Grundsätzlich sind alle Anwesenden froh über mehr Vernetzung und besser gebündelte Forderungen. Wie diese dann aber genau umgesetzt werden – da sind die Ideen so unterschiedlich wie die Mitglieder.




05.10.2018

Zuschauermeinung zu „Konsequenzen“


Nach dem Stück erreichte uns folgende Zuschauerkritik. Wir wollen sie euch nicht vorenthalten:

„Ein wirklich ansprechendes und anspruchsvolles Stück! Zu viel Sprache am manchen Stellen, aber der Inhalt erschließt sich für mich über Körpersprache und Tanz. Die Brüche waren zum Teil sehr hart, der Medieneinsatz etwas zu viel. Es fehlt mir dann das, was mich berühren soll, mich in meine innere Welt mitnehmen soll… Aber: Ein sehr starkes Stück! Weiter so!“ - S. T. und R. K.

Dreh dich (nicht) um! – „Orpheus“ in der Kinderwelt



So erfrischend kann griechische Mythologie sein, wenn sie für mehr als 250 Kinder und Figurentheater aufbereitet wird – doch auch für Erwachsene bieten sich herzlich naive Einsichten in die Unterwelt. 

(A.F.) Gleich zu Beginn macht Andreas Mihan klar, wie hier die Rollenverteilung ist. Als Zivilperson stolpert er auf die Bühne und wundert sich über die Zuschauer. Als Schauspieler ist er Erzähler, erst als er einen Pappmaché-Helm aufsetzt, wird er Orpheus. So wechselt er für die Kinder gut ersichtlich zwischen den Rollen und Ebenen der Erzählung. Es gelingt, die Figuren auch ohne spezielle Illusionstechniken wirksam spielen zu lassen, egal ob es sich um Sisyphus, eine Papierpuppe, die sprechenden Laternen Hades und Persephone oder um den Kerberos aus Schreibtischlampen handelt. Die Wechsel sind klar abgegrenzt, was wichtig ist, da er alle Rollen spielt.

Mit einfachen Mitteln erzählt er so den Orpheus-Mythos: Die Kulissen sind aus Pappmaché (aber sehr schönes), und auch die Beleuchtung wechselt lediglich zwischen blau und rot.

Einziges Manko ist hier vielleicht der Gesang des Sängerhelden. Mihan erreicht durch den gekonnten Einsatz einer Loop-Station einen mehrstimmig-bluesigen Klang, der fantastisch dem Mythos des grandiosen Sängers gerecht wird - die Intonation wird es nicht.

Spannend auch für Erwachsene ist das andauernde Spiel mit dem zum großen Teil aus Kindern bestehenden Publikum. Während einige die Fiktion direkt verstehen: „Deswegen heißt es ja Handpuppentheater“, steigen viele vollkommen in die Geschichte mit ein. Ob sich Orpheus umdrehen soll? Da ist sich das Publikum nicht ganz einig. Zunächst scheint es ausgemachte Sache: „Dreh dich um“, schreit es aus 250 Kindermündern. Als dann jedoch klar wird, dass das wirklich Eurydikes Tod bedeutet, ändert sich die Meinung schnell und lautstark. Orpheus dreht sich trotzdem um. Daraufhin beschließt er, nie wieder zu singen. Gut dass das Publikum ihn doch umstimmen kann. Happy End für Kinder in der griechischen Tragödie.

Mut zur konsequenten Inkonsequenz


Das Festival startet mit dem Tanztheater Erfurt und seinem Stück „Konsequenzen“. Die abwechslungsreiche Szenenschau öffnet thematisch viele Räume und will diese tänzerisch schließen – Kommentar eines komplexen Spiels von Anton Fuchs. 

Was bedeutet Konsequenz? Diese Frage stellt Moderatorin Katharina Vötter dem Publikum bereits in der Anmoderation, noch bevor überhaupt eine tanzende Person zu sehen war. „Konsequenz“, erklärt Vötter „bedeutet dem Wortsinn nach eigentlich nur, dass irgendetwas folgt“. Wenn das die einzige mögliche Definition von „Konsequenz“ ist, dann haben die neun Tänzer*innen ihren Auftrag bravourös gemeistert. Denn es folgte viel aufeinander, wenn auch nicht immer in klar ersichtlicher Reihenfolge. Man würde fast die überstrapazierte Beschreibung des Stücks als „collagenartig“ bemühen, wäre diese nicht genauso inhaltsleer wie das Wort „Konsequenz“. 
Das Stück bestand aus einer bunt zusammengewürfelten Szenenschau, die, technisch auf äußerst hohem Niveau, verschiedenste gesellschaftliche und soziale Themenfelder miteinander verknüpfte. Als Erfurter Konsequenzen sah man Szenen von intimer Zweisamkeit mit dem Smartphone, fliegende Geldscheine, Live-Kamera-Projektionen und einen Menschen mit Mauern vor dem Kopf. Politische Anspielung auf die Mauer zu Mexiko? Wahrscheinlich. Integration und Ausgrenzung, wenn einzelne Akteure nur durch das fehlerfreie Aufsagen eines Zungenbrechers nach vorne treten dürfen? Möglich. Vielleicht ein Thema, das das internationale Ensemble um Ester Ambrosino auch persönlich betrifft. Jahrmarkt, Werbung und aufblasbare Brüste werden hier genauso verhandelt wie soziale Seilschaften in virtuellen Realitäten. Es ist der Tanz, der hier das Werk zusammenhält : ausdrucksstark und athletisch - auch für mich als Tanz-Laien.
Doch wo ist die inhaltliche Konsequenz? Der Titel will sich an diesem Abend nicht direkt erschließen. Doch möglicherweise ging es hier gar nicht so sehr darum, wirkliche „Konsequenzen“ unseres alltäglichen Handelns zu zeigen. Vielmehr scheint es dem Ensemble darum zu gehen zu erzählen, was passiert, wenn wir uns nicht konsequent „menschlich“ verhalten, sondern uns vollständig in einer Gesellschaft unterordnen, die aus sozialer Inkonsequenz und Problemen besteht.
Ob diese Zusammenstellung auch emotional ankommt, bleibt an diesem Abend fraglich. Im Publikum hört man Stimmen von totaler Mitgerissenheit bis hin zu vollkommenem Unverständnis. Sicherlich nicht die schlechteste Reaktion auf ein Stück, das von der Jury als „politisches Update“ gelobt wird. Ästhetisch anspruchsvolle Aufbauten fesseln, die daraus resultierenden Umbrüche verwirren leider eher. Die Ästhetik überzeugt durch bekannt-spannende Personenkonstellationen. Auffällig häufig bewegen sich die Akteure im Zentrum der Bühne oder verteilen sich im konventionell asymmetrischen goldenen Schnitt auf der Bühne. Bekannte Formen wie der Lauf im Quadrat am Rand oder auf der Bühnendiagonalen wirken dabei nicht langweilig, sondern wirken in der Vielzahl der Themen beruhigend formgebend. Ähnlich Kostüm und Licht. Weißes Licht mit weißer Kleidung zu elektronischer Musik können konventionell sein – oder den Blick auf die Handlung wenden, besonders wenn diese nicht stringent ist. Dazu kommen eine Unmenge an Anspielungen, die, auch wenn man sie glaubt, erkannt zu haben, nicht immer einen Mehrwert bieten: Pina Bausch, Guernica, Trump.
Vieles wird angerissen, wenig erklärt, alle Fragen bleiben offen. Aber vielleicht ist das eben die Konsequenz aus Erfurt.

Mehr Fotos?????

Auf Facebook gibt es auf unserer Seite ganz viele Fotos - von den Stücken, den Zuschauern und den vielen Helfern. 

Zum Facebookalbum vom Kinderstück "Orpheus"

Mindestens jedoch mögliche Folgerung


Ich bin verwirrt,, beeindruckt,, unsicher?
Aber ich kann gar nicht darüber nachdenken
meine Gedanken schweifen ab
zu anderen Dingen,, anderen Themen mit denen ich mich, unmittelbar nach den Konsequenzen, wieder auseinanderzusetzen verpflichtet fühle.
Ich fühle schon etwas, eine Menge
meine Gedanken schweifen ab 
zu anderen Dingen, anderen Orten.
Vielleicht ist das eine (mögliche) Konsequenz meines Lebens.
(pl)

Ziemlich lecker


In der Küche riecht es schon prächtig. Das wird wieder sehr lecker - danke, Marc, fürs Kochen. . 

04.10.2018

Is somebody there? – Eröffnung und Konsequenzen



(afu) - Mit „Konsequenzen“ des Tanztheaters Erfurt eröffnet das diesjährige Avant-Art Festival. Das Stück polarisiert und verwirrt. Was bleibt hängen?

Das hat das Publikum verwirrt:
>> Aufblasbare Brüste 
>> Backsteine auf dem Kopf 
>> deplatzierte Homoerotik

Das hat das Publikum begeistert:
>>Außerordentliche Tanztechnik 
>> Symbolische Verwertung von Gesichtserkennung 
>> Dass man mit virtual reality ziemlich in den Seilen hängt.

Es dürstet Sie nach einer ausführlichen Analyse? Diese finden sie ab morgen genau hier.