DIE BEWERBUNGEN 2018

Dies sind die 19 Bewerberinszenierungen auf den THÜRINGER THEATERPREIS 2018


  Die 39 Stufen 


Bildergebnis für die 39 stufen 3k
Foto: 3K
Gruppe: 
3K - Kunst, Kultur, Kommunikation e.V.

Regie: 
Bernhard Ohnesorge

Autor: 
John Buchan & Alfred Hitchcock


Richard Hannay – ein gesunder und gestandener Mittdreißiger, und wieder zurück in der alten Heimat – langweilt sich in London zu Tode. Er hat genug von den Restaurants, den Partys, den Pferderennen. Des Lebens müde denkt er nach und entscheidet sich, etwas ganz Triviales, etwas völlig Stumpfsinniges zu tun.
Und auf einmal ist Hannay mittendrin in der Spionagegeschichte um 39 Stufen, schöne Frauen, vertrauliche Informationen und Schurken wie aus einem „film noir“.


 Alice in Runwayland 

Foto: Matthias Pick
 
Gruppe: 
junges Theater Stellwerk Weimar

Regie:
Matthias Pick

Autor:
frei nach Lewis Caroll
                                

 
Alice erwacht. Traum oder Realität? Sie steht kurz davor „Wunderlands Next Topmodel“ zu werden. Es gibt keinen Plan B – heute werden Träume gelebt oder im Tränenteich ertränkt. Mit allen Mitteln und wechselnden Gesichtern kämpft sie für ihren Traum. Die naive Unschuld des heranwachsenden Mädchens wird dabei zur größten Gefahr – aber auch zur eigenen Macht. Der Text ist ein Material, gleich der Bühne und unserem Körper. Die Geschichte ein Sinnbild dafür, dass die Fernsehwelt, in die wir uns gerne verlieren, alles andere ist als das Wunderland. Die Mädchen, Spielfiguren im Panoptikum des Wahnsinns, haben keine andere Wahl als sich auszuliefern und ihre Unschuld aufs Spiel zu setzen.



  Antrag abgelehnt 

Gleich zu Beginn konfrontierten Lara Maibaum und Max Lamperti ihr Publikum mit verstörenden Fragen. Foto: Dieter Albrecht
Foto: Dieter Albrecht
Gruppe:
Theater der Stadt
           
Regie:
Constantin von Thun

Autor:
Das Ensemble 

In geselliger Runde ermitteln sechs Jugendliche, woran es fehlt, wessen Schuh seit wann, wo und warum eigentlich drückt. Und wer so gemein war, dem Affen die Kokosnuss zu klauen und ihm stattdessen Zucker zu geben. Und woher kommt nur all der Zucker? Wohin führt das alles? In was für einem Land leben wir? Oder heißt das Staat? Oder gar Volk? Vielleicht Gesellschaft? Oder sogar Gemeinschaft? Und in was für einem Land, in was für einem Staat, mit welchem Volk, in was für einer Gesellschaft, Gemeinschaft oder Welt wollen wir leben? Ein gemeinsamer Abend mit Perspektive.

 

 

 Erste Stunde 

Foto: Junge Bühne Hildburghausen


Gruppe:
Junge Bühne Hildburghausen

Regie:
Patricia Hachtel

Autor:
Jörg Menke-Peitzmeyer




Ein Schüler (oder Schülerin) kommt neu in die Klasse und gibt den Mitschülern fünf Minuten, um mit ihm zu machen, was sie wollen. Zum Beispiel kann man ihn beschimpfen oder den Rucksack klauen - all das kennt er aus seiner Schullaufbahn und er würde es ohne Gegenwehr über sich ergehen lassen.  Seine riskante Offenheit ist ein Versuch, sich aus dem ewigen Opfer-Dasein zu befreien. Sein "Opfer-Experten-Wissen" soll ihm helfen. Das Stück spricht die Zuschauer direkt an, greift in die Gruppendynamik der Klasse, die sich gegenüber dem Spieler und untereinander verhalten muss. Jürgen Rickert sucht in einer Schulstunde nach einem Ausweg für die Opfer, die Täter und die Zuschauer. 
 


 

Fatale Lust

Foto: Landsiedel
Gruppe:
Sommertheater Rohr, Dr. Axel Weiß

Regie:
Dr. Axel Weiß

Autor:
Dr. Axel Weiß


Am 23. Juni 2017 fand die Premiere des Theaterstückes „Fatale Lust-Die Reformation am seidenen Faden“ zum 500. Jubiläum der Reformation im Kirchhof der Michaeliskirche zu Rohr statt. Das Laientheater Rohr nahm sich diesem Jubiläum gerne an. Dr. Axel Weiß, der Autor des Stückes, wollte weder eine „weichgespülte“ Luthergeschichte auf die Bühne bringen, noch wollte er sich damit an der um sich greifenden Verramschung des Reformators beteiligen. Direkt, unverblümt und sprachgewaltig, jedoch wissenschaftlich unterlegt, sollte es zugehen in dem Theaterstück. Allerdings steht nicht Luther im Mittelpunkt stehen, sondern der Landgraf Philipp von Hessen (1504-1567). „Der gilt einerseits als einer der bedeutendsten Landesfürsten und politischen Führer zu seiner Zeit und als einer, der durch seine Sex-Sucht die Reformation in Gefahr brachte“, erklärt der Autor. Quasi am seidenen Faden habe die Reformation damals gehangen.

 

 

Die Hundegrenze

Bildergebnis für die hundegrenze
Foto: Andras Dobi

Gruppe:
Studio44 Nordhausen

Regie:
Christian Georg Fuchs

Autor:
Marie-Luise Scherer


Die Inszenierung basiert auf der gleichnamigen Reportage von Marie-Luise Scherer, die erstmals in DER SPIEGEL 6/1994 erschien. Sie handelt von dem Mischlingsrüden „Alf“ und dessen Verwendung als Wachhund an der innerdeutschen Grenze der DDR im Abschnitt Pösenitz-Boitzenburg ab dem Jahr 1985.       
Neben dem Schicksal des Hundes widmet sich die Hundegrenze auch den Züchtern, Soldaten und Grenzanwohnern, die dem Hund begegneten.   
   

 

Kleine Engel

Bildergebnis für kleine engel 3k
Foto: 3K
Gruppe:
3K - Kunst, Kultur, Kommunikation e.V.

Regie:
Bernhard Ohnesorge

Autor:
Marco Baliani
  



Rocco glaubt an rein gar nichts: nicht an seine eigene Zukunft, an die Erfüllung von Träumen oder gar an Engel. Wie auch, ohne Arbeit keine Zukunft. Einsam steht er bei Nacht und Nebel an der letzten Straßenlaterne und hofft auf Arbeit. Assunta, voll kindlichen Glaubens, wartet ebenfalls an dieser Straßenlaterne. Sie allerdings erwartet Engel, die sie an ihren neuen Arbeitsplatz bringen werden.  Wenn es sich jedoch bei dem versprochenen Job um den allerletzten Arbeitsplatz handelt, wer wird ihn bekommen? 
Das Theaterstück „Kleine Engel“ von Marco Baliani ist ein leises, manchmal heiteres und vielleicht trauriges Spiel auf der Bühne. Es erzählt die Geschichte zweier jungen Menschen, die nicht aufgeben wollen. In einer verhängnisvollen Nacht schenken sie sich gegenseitig nicht nur Wärme und Zuneigung, sondern auch Hoffnung. Und dabei werden sie zu echten Helden, denn sie lernen zu fliegen.



 Konsequenzen

Bildergebnis für konsequenzen tanztheater erfurt

Foto: Lutz Edelhoff

Gruppe:
Tanztheater Erfurt

Künstlerische Leitung:
Ester Ambrosino

Komposition:
Michael Krause


Konsequenzen - ein Tanztheaterstück, das Akteure und Zuschauer auf ungewöhnliche Weise zueinander in Beziehung setzt, sie mit ihren Persönlichkeiten und Eigenheiten konfrontiert: bewusst und unbewusst, aktiv und reaktiv, einzeln und in der Gruppe. Die Konfrontation wirft essentielle Fragen auf: Welche Konsequenzen ergeben sich aus unserem Dasein, unserem Handeln? Müssen wir wirklich damit umgehen? Und wenn ja, warum? Und wie? Gibt es eine Alternative dazu, Verantwortung zu übernehmen?   
   

 

Liebe

Liebe, (c) Sarah Mistura
Foto: sarah Mistura
Gruppe:
Vlasova / Pawlica

Regie:
Katerina Vlasova und Amadeus Pawlica

Autor:
Katerina Vlasova und Amadeus Pawlica



In dem abenfüllenden Stück erforschen wir das Gefühl der Liebe in all seinen Facetten, dabei liegt der Fokus auf dem Duet als Form, das mit Dynamiken und den Möglichkeiten des Körpers, dessen Vermittlung von Zärtlichkeit bis Aggressivität großen Spielraum gibt, spielt. Inspiration finden wir dabei in diversen Texten von Thomas Brasch, Richard David Precht und anderen Schriftstellern.



MachtSpielShow


Foto: Marius Luhn

Gruppe:
junges Theater Stellwerk Weimar 

Regie:
Annegret Bauer, Cincy Weinhold

Autor: 
nach Niccolo Machiavelli "Der Fürst"


In vielen Medien und Zeitungen heißt es „Politik ist nicht mehr sexy“.  Dieser Theaterabend versucht Politik wieder in das Interessenfeld zu rücken. Warum sollte Politik nicht auch Unterhaltung sein? Die MachtSpielShow benutzt als Gerüst „Der Fürst“ von Niccolo Machiavelli.  Machiavelli (1449-1516) der Philosoph, Diplomat und Politiker verfasste um 1513 dieses Werk, welches ihm bis heute den Titel “der bedeutendste Staatsphilosoph der Neuzeit“ verlieh. Machiavelli ging es darum Macht zu analysieren, zu untersuchen und die Differenz zwischen dem, was sein soll, und dem, was ist, festzustellen. Er orientierte sich in seiner Analyse an dem, was er für empirisch feststellbar hielt.  Und dies auf die heutige Politik zu übertragen ist das Ziel der jungen Akteure.



Moby Dick

Ihren verdienten Premierenapplaus nehmen die Akteure der Sommerthesateraufführung von „Moby Dick“ um Regisseur Stefan Kreißig (rechts) am vergangenen Freitag im Pfarrgarten in Gräfenthal entgegen. Foto: Martin Modes
Foto: Martin Modes
Gruppe:
Reaktionsraum e.V.

Regie:
Stefan Kreißig / Nils Fürster

Autor: 
nach Hermann Melville

Moby Dick, eine Produktion des Thüringer Wandertheaters Reaktionsraum. Was ist der weiße Wal? Ein Produkt unserer Träume? Eine Gefahr? Ein Märchen? Das fragt sich das Team des Reaktionsraumes und geht zusammen mit der Besatzung der Peaquod auf  die Jagd. In Ihrem 8. Wandertheaterprojekt verlegen die Matrosen des Kulturvereines aus Rudolstadt das Meer in den Thüringer Wald. Gezeigt wird „Moby Dick“ eine Dramatisierung des Romans von Hermann Melville. Auf der Bühne stehen eine Artistin, ein Schauspieler und eine Musiker.  Zu erleben sind romantische Bilder,  wilde Seemannsgeschichten und Meeresmusik. In 1,5 Stunden folgt das Publikum Ismael und dem legendären Ahab bis sie dem weißen Wal begegnen und dem eigenen Untergang. Moby Dick eine Produktion des Reaktionsraum e.V. mit professionellen Schauspielern, einer Artistin und einem Musiker unter der Leitung von Stefan Kreißig. Weitere Infos unter www.reaktionsraum.de, www.facebook.com/reaktionsraum.

 

 

Phantom



Foto: Schotte


Gruppe:
Theater Schotte
                          
Regie:
C.W.Olafson

Autor:
Sarah Nemitz / Lutz Hübner



Unser Spiel beginnt wie ein Krimi: In einem Fastfood-Restaurant wird nach Ladenschluss ein Baby gefunden. Wer hat es hier abgelegt, wer ist die Mutter? – Da war doch immer so eine ausländische Frau hier….könnte nicht vielleicht die…? Die Ermittlungen beginnen. Die Darsteller spielen und erspielen sich denkbare Szenen voll von Vermutungen und Tatsachen. Und schon tauchen alle möglichen Phantome auf: Personen, fremde Orte, merkwürdige Milieus oder fremdartige Biografien. In schnell wechselnden Bildern entsteht so ein spannendes Geflecht aus Rückblenden und Einschüben, Ortswechseln und Kommentaren. Allesamt bitterernst, doch ebenso spielerisch-leicht, humorvoll und doch tief berührend. Ein Spiel aus den Schlaglichtern unserer Zeit, das sich am Ende aber ganz überraschend auflöst.
 

 

Die Regentrude

Foto: 3K
Gruppe:
3K - Kunst, Kultur, Kommunikation e.V.

Regie:
Bernhard Ohnesorge

Autor:
frei nach Theodor Storm

"Einen so heißen Sommer, wie nun vor hundert Jahren, hatte es seitdem nicht wieder gegeben." - So beginnt das bekannte Märchen von Theodor Storm. Die Ernte verdorrte auf den Feldern, das Wasser versiegte und Tiere und Menschen litten großen Durst. 
Im Dorf erzählte man sich derweil, dass dieses Unglück daher kam, dass die Regentrude eingeschlafen sei. Es hieß, nur eine reine Jungfrau könne die Regentrude mit dem rechten Sprüchlein wecken. 
So begab sich die schöne Maren, Tochter des reichen Wiesenbauern, mit ihrem Freund Andrees auf den langen, beschwerlichen Weg zum Reich der Regenfrau.



Smorrebrod
Bildergebnis für smorrebrod art der stadt
Foto: Seydel

Gruppe:
art der Stadt e.V.

Regie:
Vincent Kresse
Autor:
Vincent Kresse nach Vorlage von Hans Christian Andersen



Wenn es draußen kalt und unbehaglich wird, machen wir es uns und euch drinnen warm und gemütlich. Wir zünden Kerzen an, trinken ein heißes Getränk, essen eine wohlige Mahlzeit und lauschen erwärmenden Geschichten. Zum Beispiel denen von Hans Christian Andersen. Aber nicht so, wie wir sie kennen, sondern anders eben. Das Ensembletheater der Stadt erprobt zusammen mit Vincent Kresse die Möglichkeiten und Mittel des Puppen- und Objekt-, sowie des Erzähl- und Musiktheaters, um euch mit Andersen anders zu verzaubern, wach zu machen, euch zum lauschen, gruseln, mitfiebern und lachen zu bringen und vor allem zum zusammen sein.


Tartuffe

Foto: Schotte
Gruppe:
Theater Schotte

Regie: 
Fabian Hagedorn / Tim Röder

Autor:
Moliere / Textverfassung:Fabian Hagedorn




Heuchelei ist ein Erfolgsmodell – das weiß keiner besser als Herr Tartuffe. Mit allerhand Täuschungen hat er sich in das Haus des Familienvaters Orgon eingenistet und sich die Hand dessen Tochter erschlichen. Während ihm der einfältige Hausherr förmlich aus der Hand frisst, bemüht sich der Rest der Familie seine Betrügereien aufzudecken. Doch so schnell lässt sich der skrupellose Dauergast nicht abschütteln! Eine rasante Komödie Molières, in der tatsächlich alles so ist, wie es auch scheint.



 Tropfen Klopfen


Foto: Matthias Pick

Gruppe:
junges Theater Stellwerk Weimar

Regie:
Karen Becker

Autor:
Eigenproduktion

 

Es tropft, plätschert und fließt – Wasser. Ein Klangkonzert aus Tosen und Rauschen, eine Bewegungssymphonie aus Ziehen und Fließen, ein Spurenlabyrinth aus Rinnsalen. Wasser umgibt und begleitet uns täglich in unterschiedlichen Intensitäten und Aggregatzuständen. Es zieht uns an, entspannend, lädt uns zum lustvollen Toben ein und schreckt uns gleichermaßen wieder ab, wird unangenehm oder gar furchterregend. Mit Bewegungslust und Experimentierfreude untersuchen jugendliche Spieler*innen das Naturphänomen für Menschen ab 2 Jahren und laden dazu ein, sich auf eine Sinnesreise zu begeben, bei der es auch mal nass werden kann.
 

 

Tschick

                                                                            Gruppe: 
Foto: Schotte
Theater Schotte

Regie:
Matthias Thieme

Autor:
Robert Koall nach Wolfgang Herrndorf

Maik ist 14 und in der Klasse so ziemlich der Uncoolste. Wenn die „superporno“ aussehende Tatjana zu ihren Partys einlädt, ist er sicher nicht dabei. Tschick auch nicht. Aber Tschick ist cool. Er kommt besoffen zum Unterricht, man sagt ihm Kontakte zur Mafia nach, und als er mit einem geklauten Lada vor Maiks Haus hält und ihn auf eine Spritztour mitnimmt, beginnt für Maik der Sommer seines Lebens. Sie treffen auf merkwürdige Typen und Orte und lernen vor allem eins kennen – sich selbst.



Verwandlung

Foto: Kartsen Schaarch

Gruppe:
Greizer Theaterherbst e.V.

Regie:
Georg Peetz                             

Autor:
frei nach Franz Kafka




Bei der Erzähling handelt es sich um eine von Franz Kafka im Jahr 1912 geschriebene Erzählung. Diese handelt von dem Handelsreisenden Gregor Samsa, der eines Morgens in der Gestalt eines Ungeziefers aufwacht und zeigt die Reaktion seiner Familie (Vater, Mutter, Schwester) auf seine Verwandlung, sowie Gregors Reflektion über sein bisheriges Leben im Angesicht seiner Verwandlung. Im Verlauf der Erzählung erfährt der Leser von der zunehmenden Entfremdung Gregors zu seiner Familie. Am Ende stirbt Gregor an einer Verletzung, die ihm sein eigener Vater beigebracht hat, während die Familie erleichtert über Gregors Tod in die Zukunft schaut.



Willhelm Tell